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und Interessantes

über verschiedene Braustile und Bierarten

Frischbier

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Helles

In Bayern wurde untergäriges Gerstenbier im 19. Jahrhundert zum dominierenden Biertyp. Die Farbe dieser Biere war jedoch sehr unterschiedlich. Die Zeitschrift Wöchentlicher Anzeiger für Biertrinker veröffentlichte im Juli 1829 das Ergebnis einer Untersuchung, wonach von den 51 damaligen Münchner Brauereien 28 Biere als weingelb, 22 Biere als hellbraun und ein Bier als dunkelbraun eingestuft wurden. In den 1850er und 1860er Jahren kamen in München dann jedoch immer häufiger dunklere Biere zum Ausstoß, so dass bald dunkelbraunes Bier als typisch Münchener Brauart galt. Um sich gegen die in Norddeutschland auf dem Vormarsch befindlichen Pilsener Brauereien behaupten zu können, braute die Münchner Brauerei Spaten Bräu 1894 ein helles Bier für den norddeutschen Markt. Als Spaten Bräu dieses Bier am 20. Juni 1895 auf dem Münchner Biermarkt einführte, löste dies einen großen Wirbel aus. Obwohl es auch in den Jahren zuvor immer wieder helle Biere in München zu kaufen gab, gilt dieser Tag als der Geburtstag des Hellen.

Auch wenn das Helle anfangs sehr umstritten war, zogen die anderen Münchner Brauereien innerhalb weniger Jahre nach und brauten Helles. Allerdings blieb in München noch bis in die 1940er Jahre das Dunkle das meistgetrunkene Bier. Grund dafür könnte gewesen sein, dass der Preis von Dunklem aufgrund einer staatlichen Preisfestsetzung zwei Pfennige unter dem des Hellen lag. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich das Helle allmählich als die beliebteste Biersorte in München und in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes durch.

Die Farbe des Hellen kann je nach Hersteller von 5 bis 12 EBC variieren. Die Farbe ergibt sich durch niedrige Darrtemperaturen der verwendeten Braumalze. Verwendet werden ausschließlich Malze aus Braugerste, zumeist Pilsner Malz, es können jedoch zusätzlich geringe Beimengungen weiterer Malze zum Einsatz kommen. Vom ähnlichen Pilsner Bier unterscheidet es sich durch eine schwächere Hopfung, wodurch es nur eine geringe Bittere von 16 bis 22 IBU aufweist. Die Stammwürze beträgt zumeist 11,3 bis 12,8 °P bei einem Alkoholgehalt von 4,7 bis 5,4 Volumenprozent. Dadurch ist es von der Biersorte Export Hell nicht klar abgrenzbar. Viele Brauereien im Süden des deutschsprachigen Raumes brauen neben einem Hellen noch ein etwas stärker eingebrautes helles Bier, das dann oft „Export“, „Spezial“, „Märzen“ oder „Festbier“ genannt wird. Die Bezeichnung „Helles“ weist somit auf einen vergleichsweise geringeren Alkoholgehalt hin. Vor der Abfüllung wird es gefiltert, weshalb das Helle ein sogenanntes „blankes Bier“ ist. Wird es nicht gefiltert und kommt trüb zur Abfüllung, wird es auch Keller- oder Zwickelbier genannt.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Pils/Pilsner

 

Pilsner Bier, ist ein nach der böhmischen Stadt Pilsen benanntes, untergäriges Bier mit im Vergleich zu anderen Biersorten erhöhtem Hopfengehalt und höchstens 12,5 ° Stammwürzegehalt. 

Das Bier wurde als Lagerbier und Exportbier sehr beliebt und auch außerhalb Böhmens verbreitet. Dabei ist die Pilsner Brauart aus der schon damals berühmten Bayerischen Brauart entstanden, die vor allem auf dem schonend gedarrten und daher sehr hellen Malz beruhte. Das heute als Pilsner Malz bezeichnete und auf einer langsamen, kalten Gärung und langen Lagerung in kalten Höhlen und tiefen Kellern beruhende Bier ist typisch für diese Brauweise.

Da das ehemalige Bier aus Pilsen – ein dunkles, trübes, warm vergorenes Bier – einen so schlechten Ruf hatte, dass sogar mehrere Fässer Bier aus Protest öffentlich auf dem Rathausplatz ausgeschüttet wurden, berief der Pilsner Braumeister des Bürgerlichen Brauhauses Martin Stelzer in Pilsen 1842 den bayerischen Braumeister Josef Groll aus Vilshofen nach Pilsen, um den Böhmen in Pilsen ein gutes Bier zu brauen. Josef Groll braute am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart. Dieser wurde erstmals am 11. November 1842 öffentlich ausgeschenkt. Heute wird dieses Bier unter der Marke Pilsner Urquell vertrieben. Erst die Verfügbarkeit von wirtschaftlich arbeitenden Kältemaschinen ab den 1870er-Jahren machte das Brauen nach Pilsener Methode flächendeckend auch dort möglich, wo keine natürlichen Höhlensysteme zur Kühlung vorhanden waren.

Der wesentliche Unterschied eines nach Pilsner Brauart gebrauten Bieres zu anderen Vollbieren – wie etwa dem Hellen – ist, dass es stärker gehopft und somit bitterer ist. Dabei wird insbesondere im Pilsner Urquell Hopfen aus der berühmten Hopfenanbauregion um die nordböhmische Stadt Saaz verwendet.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Lagerbier

Das Lager, oder auch Lagerbier genannt, ist wahrscheinlich der Bierstil, der mit den meisten Irritationen und Fragen einhergeht. Was ist überhaupt ein Lager, ist ein Pilsner ein Lager, ist ein Helles ein Lager und wenn nicht, was ist überhaupt der Unterschied?

Im Mittelalter waren die für gutes Bier notwendigen hygienischen Standards oft nicht vorhanden. So hatten Brauer oftmals den Verderb großer Biermengen zu beklagen, für den überwiegend Mikroorganismen wie die Lactobazillen und andere Bakterien verantwortlich waren. Diesem Umstand war es geschuldet, dass in Bayern Ende des 14. Jahrhunderts die untergärige Brauweise eingeführt wurde, mit der die Haltbarkeit des Bieres erhöht werden konnte. Die untergärige Brauweise, auch wenn sie die Haltbarkeit eines Bieres erhöht, hat einen Nachteil: Die untergärige Hefe benötigt niedrigere Temperaturen. Der diesem Umstand zu zahlende Tribut war der, dass ab Frühling auch die Temperaturen in den Gärkellern anstiegen, was eine kalte Gärführung zunichtemachte. Gebraut werden konnte demnach nur noch in den späten Herbst und in kalten Wintermonaten. Hinzu kam ein herzogliches Dekret im Jahre 1553, was nun auch per Gesetz in Bayern die Brauzeit vom 29. September bis zum 23. April beschränkte. Um die große Nachfrage an Bier aber auch in den Sommermonaten zu befriedigen, wurde es in großen Mengen in Holzfässern kühl eingelagert. Diese Einlagerung hat dem Bier die Bezeichnung Lager oder Lagerbier verliehen. Eines der bekanntesten Lagerbiere ist das Märzen, welches auch unter dem Begriff Oktoberfestbier Weltruhm erlangt hat. Erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Lager etwas stärker ausdifferenziert, indem der Wiener Brauherr Anton Dreher den Wiener Biertyp entwickelte. Er nahm sich hierfür der untergärigen Brauweise an und verwendete das Wiener Malz. Dieses Lagerbier hat dadurch eine hellere Farbe als das klassische Lagerbier, das mit Münchner Malz gebraut wird/ wurde. Kurz darauf, im Jahr 1842, wurde in Pilsen das Pils/ Pilsner geschaffen, das inzwischen auch nur unter dem Begriff Pils bekannt ist. Kurz: Bei einem Pilsner handelt es sich um ein Lagerbier.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Weizen

Das für Weizenbiere bekannte Synonym Weißbier entstand als Unterscheidung zum untergärigen Braunbier, das Mitte des 18. Jahrhunderts aufgrund verbesserter Braumethoden in Mode kam. Als leichtes Sommerbier wurde es vom breiten Publikum hochgeschätzt. Ursprünglich war die Bezeichnung Weißbier allerdings ein Sammelbegriff für alle hellen, obergärigen Biere und bezeichnete leichte Gerstenmalzbiere ebenso wie die in der Regel gehaltvoller eingebrauten Weizenbiere. Noch bis Anfang dieses Jahrhunderts war ein Anteil Weizenmalz von einem Drittel üblich.

Das heutige Weizenbier wird aus mindestens 50% Weizenmalz hergestellt, das gilt übrigens für alle Biere, die eine Getreidesorte im Namen führen. Durch die arteigenen Aromakomponenten, die durch die Weizenbierhefen gebildet werden, haben diese Biere auch typische Aromaeindrücke, die sich wesentlich von denen der untergärigen Biere unterscheiden.

Auch dunkle Weizenbiere sind in der Zwischenzeit weit verbreitet und sehr beliebt. Häufig wird Karamelmalz und Münchner Malz zur Farbgebung eingesetzt, was zu einem besonders vollmundigen, malzig- rauchigen Aroma führt. Obgleich fälschlicherweise auch dunkle Sorten als Weißbier bezeichnet werden, sollte dafür der Oberbegriff Weizenbier verwendet werden.

Vergoren wird es mit obergäriger Hefe, die bei Temperaturen von 15 bis 20°C den Gärprozess einleitet und dabei an die Oberfläche des jungen Bieres aufsteigt. Dort bildet sie eine weiße Haube, der das Weizenbier seinen zweiten Namen "Weißbier" verdankt. 

Weizenbiere schmecken und riechen fruchtiger als untergärige Biere. Ihr Geruch sollte fruchtig und phenolisch sein. Die Farbe reicht von goldgelb bis tiefbraun. Weniger betont ist die Bittere, da Weißbier milder gehopft ist als zum Beispiel Pils oder Helles. Für spritzigen Biergenuss sorgt der reiche Anteil Kohlensäure. Eine Spezialität von dunklem Weizen: das leichte Malzaroma.

Der typische Weizenbiercharakter wird häufig als „bananig“, nach Zitrone oder Aprikose schmeckend (fruchtaromatisch), „vanillig“, nach Nelken, Muskatnuss oder Kardamom schmeckend (gewürzartig) bezeichnet.

Meist reift Weißbier in der Flasche aus (traditionelle Flaschengärung), wird nicht filtriert und behält seine natürliche Hefetrübung. Wird die Hefe herausgefiltert, entsteht das perlende, blanke Kristallweizen.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Dunkles

Dunkle Biere werden untergärig gebraut und haben bis zum Ende des 19. Jahrhunderts den Biergeschmack in Deutschland dominiert.

Durch das dunkle Malz, das im Brauverfahren verwendet wird, reicht das Farbspektrum von einem bernsteinfarbenen bis zu einem dunkelbraunen Farbton.

Aroma und Farbe werden durch die Verwendung dunkler Malze erzeugt, jedoch ist auch das Brauverfahren so ausgelegt, dass karamell-aromatische Komponenten stärker betont werden. Die Geruchs- und Geschmackseindrücke werden dominiert durch das Malzaroma, je nach Bier sind häufig auch sehr deutlich Schokoladen-, Röst- oder Broteindrücke wahrnehmbar. Die süßen Komponenten führen zu einem kräftigen Körper, es ist eine hohe Vollmundigkeit gegeben. Die Kohlensäure ist wenig wahrnehmbar, so dass die Biere sehr süffig wirken. Die Bittere ist meist zurückhaltend, jedoch gibt es in vielen Brauereien eine neue Braumeistergeneration, die auf sehr gekonnte Art die malzigen und süßen Eindrücke mit einer stärkeren Bittere und hervorgehobenen Hopfeneindrücken kombinieren. Die Bittereinheiten in der Regel um die 20 Bittereinheiten, manche Dunkle aber auch über 25 Bittereinheiten.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Alt

Der Name „Alt“ bezeichnet ein Bier nach alter, traditioneller Brauart. In vielen deutschen Dialekten wird „Alt“ zu „Aal“ („Dat aale Bier“). Nicht mit diesem Wort verwandt ist der ähnlich klingende, vor allem in Großbritannien gebräuchliche Name „Ale“, der ebenfalls ein Bier obergäriger Brauart bezeichnet.

Der Gärprozess findet bei einer höheren Temperatur statt als bei einem untergärigen Bier. Das war vorteilhaft, da seinerzeit keine technische Kühlung existierte. Nachdem Carl von Linde 1873 die moderne Kältemaschine entwickelt hatte, verbreitete sich die untergärige Brauweise, z. B. Pils, da keine Eiskeller mehr benötigt wurden, um die notwendigen niedrigen Temperaturen während des Brauprozesses zu erhalten. In den meisten Wirtschaften gab es seinerzeit beide Biere im Ausschank, das „neue“ und das „alte“ Bier. Die dunkle Farbe rührt von einem höheren Anteil Darrmalz her (es gibt Malz in allen Helligkeitsstufen von „Pilsner Malz“ (hell) bis „Farbmalz“ (sehr dunkel)), bei dessen Herstellung durch Röstung Farbstoffe entstehen.

Die älteste Altbierbrauerei der Welt befindet sich in Korschenbroich bei Mönchengladbach. Dort wird von der Bolten-Brauerei das traditionelle „Ur-Alt“ gebraut. Die Braurechte für den dortigen Kraushof wurden schon 1266 erteilt.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Untergärig

Die untergärige Braumethode konnte auf breiter Ebene erst nach Erfindung der modernen Kältetechnik 1877 angewendet werden. Sie erfolgt bei etwa 4 bis 9 Grad Celsius. Untergärige Hefe setzt sich nach Ende des Gärprozesses am Boden ab.

Untergärige Hefe (Saccharomyces uvarum bzw. Saccharomyces carlsbergensis) ist eine Hybride der klassischen Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) und der Hefeart Saccharomyces eubayanus. Beim Bierbrauen sinkt nach der Gärung die untergärige Hefe auf den Boden des Gärgefäßes, daher der Name. Der Hefesatz wird in der Fachsprache auch als „Druse“ oder „Geläger“ bezeichnet. Heute werden hauptsächlich Reinzuchthefen verwendet.

Untergärige Hefe benötigt im Gegensatz zu obergäriger Hefe eine niedrigere Temperatur (zwischen 4 und 9 °C) für die Gärung. Aufgrund dessen können sich weniger Spontan-Infektionen vermehren; außerdem benötigt das untergärige Brauen eine längere Gär- und Lagerzeit. Typische Untergärige Biere sind: Pils, Export, Märzen, Lager.

 

Wann und wo zum ersten Mal untergärig gebraut wurde, ist nicht bekannt. Die ältesten möglichen Hinweise auf untergärige Brauweise stammen aus der Feder eines Nürnberger Stadtschreibers, die so interpretiert werden können, dass das Rotbier bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts untergärig gebraut wurde. In einer Brauordnung der Stadt Nabburg in der Oberpfalz von 1474 wird bestimmt, dass neben obergärigem Bier auch untergäriges Bier als Vorrat für den Sommer gebraut werden solle. In seinem 1581 erschienenen Buch über das Bierbrauen unterscheidet der im oberpfälzischen Kallmünz als Zöllner und Schulmeister tätige Christoph Kobrer drei verschiedene Gärungstypen. Den ersten zur Herstellung von obergärigem Gerstenbier und den zweiten zur Herstellung von obergärigem Weizenbier ordnet er Bayern zu, den dritten Gärungstyp zur Herstellung von untergärigem Bier ordnet er der Oberpfalz zu.

 

Vor der Entwicklung des verbesserten Kältetechnikverfahrens durch Carl von Linde in den 1870er Jahren war man für die untergärige Brauart auf natürliche niedrige Temperaturen angewiesen. So ist es auch zu erklären, dass die untergärige Brauart in Gegenden mit strengen Wintern eine lange Tradition hat. Im Vorteil waren auch Regionen mit Felsenkellern wie Böhmen, Franken oder die Oberpfalz. Anderswo schnitt man im Winter aus gefrorenen Gewässern Eisklötze aus und lagerte diese in Höhlen und tiefen Kellern (Eiskeller) ein. Dieses wurde dann zur Kühlung der Gärbottiche verwendet, wenn die Umgebungstemperaturen für das Brauen bereits zu hoch waren.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Obergärig

Die alkoholische Gärung des Bieres wird durch Hefekulturen ausgelöst. Beim obergärigen Prozess sammelt sich die Hefe an der Oberfläche und wird dann abgeschöpft.

Als obergärige Hefe bezeichnet man die Stämme der Bierhefe Saccharomyces cerevisiae, die bei der Gärung Zellverbände bilden, in denen sich Bläschen von Gärungsgas ansammeln, wodurch die Hefe nach der Fermentation als sogenannter Gest auf der Oberfläche des Jungbiers schwimmt.

Obergärige Hefe benötigt bei der Gärung höhere Umgebungstemperaturen (15–20 °C) als untergärige Hefe (4–9 °C) und ist daher anfälliger für Verunreinigungen mit Fremdpilzen und Bakterien. Die Vergärung verläuft dafür jedoch wesentlich schneller und ist auch ohne Kühlung möglich. Die mit obergäriger Hefe gebrauten Biere werden auch obergärige Biere genannt. Dazu zählen zum Beispiel Kölsch, Altbier, Weißbier, Gose, Dampfbier, Berliner Weiße und Ale.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Pale Ale

Pale Ale ist eine helle Ale-Sorte, die es in unterschiedlichen Bierstilen gibt.

Pale Ales werden aus hellem Malz hergestellt. Die gewonnene Würze wird bei warmen Temperaturen zwischen 15 und 20 °C (in Ausnahmen bis 35 °C) obergärig vergoren. Der Begriff wird seit etwa 1703 für Biere verwendet, deren Malz über einem Koksfeuer statt einem Holzfeuer geröstet wird, was zu einer helleren Farbe führt. Sie werden nicht nur mit Gerstenmalz eingebraut, sondern gelegentlich auch mit Roggen-, Weizen- und anderen Malzsorten. Außerdem gibt es Varianten mit Polenta und anderen vorverarbeiteten Produkten.

Ursprungsland der Pale Ales ist Großbritannien; mit der britischen Kolonialexpansion verbreitete sich auch das Pale Ale zu einer globalen Biersorte.

Neben den typischen british style Pale Ales gibt es seit Entstehen der US-Craftbeer-Bewegung auch ein spezielles American Pale Ale, das sich insbesondere durch intensivere Hopfung unterscheidet.

Durch den intensiven Handels- und Kulturaustausch über den Ärmelkanal haben sich auch in Belgien (belgian Style Pale Ales, die sich durch spezielle Hefen unterscheiden) und in Nordfrankreich das Bière de garde zu eigenständigen Biersorten entwickelt.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


India Pale Ale

India Pale Ale (I.P.A.) ist ein helles, stärker eingebrautes Pale Ale. 

Das Bier soll im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien mit einem höheren Alkohol- und Hopfengehalt gebraut worden sein. IPA wurden mit etwa 16 % Stammwürze und einer großen Menge Hopfen eingebraut. Bis heute sind viele Details des Ursprungs jedoch unklar und können historisch nicht belegt werden.

Heutzutage werden India Pale Ales primär von etlichen Brauereien in England, Schottland, den USA und vielen anderen Ländern gebraut. 

Ein klassisches India Pale Ale hat einen sehr kräftigen und intensiven Geschmack. Die fruchtige Note soll stark hervortreten und bereits beim Aromatest deutlich wahrnehmbar sein. Um das Hopfenaroma weiter zu erhöhen, werden diese Biere oftmals hopfengestopft. Dies bedeutet, dass während der Bierreifung eine weitere Hopfengabe getätigt wird, wobei sich insbesondere die ansonsten leicht flüchtigen Hopfenöle im Bier anreichern.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Porter

Porter ist ein dunkles, oft tiefschwarzes Bier mit einem malzigen oder gar röstmalzbetonten Geschmack. Traditionell war Porter häufig stark gehopft und daher herb. Heute steht der Begriff für verschiedene Arten von Bier. Im englischen Sprachraum bezeichnet es ein meist (aber nicht immer) obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 5 % Vol. In anderen Ländern, so auch in Deutschland, steht „Porter“ für ein teilweise untergäriges, dunkles Starkbier mit 7–9 % Vol. Alkohol. Diese Variante ist vor allem im Ostseeraum populär und wird deswegen im englischen Sprachraum als „baltic porter“ bezeichnet. In Deutschland existierte schon vor dem Ersten Weltkrieg eine süße Portervariante, die noch heute hergestellt wird. Besonders alkoholarme und extraktreiche deutsche Porter wurden auch als Ammen-, Malz-Extrakt- oder Gesundheitsbier beworben.

Eine oft in Frage gestellte Herkunftsgeschichte besagt, dass im London des 18. Jahrhunderts der Vorläufer des Porters ein Getränk bestehend aus je einem Drittel Ale, gemeinem Bier und twopenny Ale gewesen sei. Um 1722 habe der Londoner Brauer Harwood ein Bier namens Entire oder Entire butt gebraut, das die Eigenschaften der drei Bestandteile in sich vereint habe. Es wurde Porter genannt, weil es besonders bei den Lastträgern (englisch Porter) beliebt gewesen sei.

 

Das Porterbrauen verbreitete sich schnell über ganz London und wurde insbesondere industriell in großem Maßstab durchgeführt. Im 19. Jahrhundert wurde Porter in Großbritannien in vielen Varianten und Stärken gebraut. Starker Porter wurde Stout-Porter genannt und schließlich zum Stout. Im Laufe der Jahre wurde der Begriff Porter für mittelstarke Sorten verwendet.

 

Im 20. Jahrhundert kam Porter in Großbritannien zunehmend aus der Mode. Heute brauen nur kleine Brauereien Porter, etwa in den schottischen Highlands. In Irland wurde Porter vom Stout verdrängt. In Deutschland fristete Porter bis in die 1980er Jahre (Altbundesgebiet) ein Nischendasein und verschwand für einige Jahre, bis um die Jahrtausendwende wieder einige Porter gebraut wurden. Durchgehend wurde Porter in einigen Ländern des Ostseeraums gebraut, namentlich in Polen, wo fast jede größere Brauerei Porter herstellt.

Mit dem Aufkommen der Mikrobrauereien wird dort und in entsprechenden Gasthausbrauereien mancherorts wieder Porter gebraut.

 

(enthält Auszüge aus WIKI)

 


Rauchbier

Als Rauchbier bezeichnet man eine Geschmacksrichtung von Bieren, die durch Verwendung von Rauchmalz entsteht. Produktionsbedingt waren früher viele Biersorten Rauchbiere, heute gelten sie als Spezialität.

 Zur Entstehung des Rauchbieres gibt es einige Legenden: So soll bei einem Brand in einer Brauerei das gelagerte Malz von Rauch durchströmt worden sein. Der Brauer – arm wie er war – musste das verräucherte Gebräu dennoch verkaufen und wider Erwarten schmeckte dies den Kunden so gut, dass es fortan als eigene Biersorte gebraut wurde.

 

Tatsächlich waren früher viele Biere Rauchbiere. Der Grund liegt in der Malzherstellung: Das Malz muss für die Bierherstellung getrocknet werden. Neben der Sonnentrocknung, die klimatisch nicht in allen Regionen möglich war, kam dabei ein offenes Holzfeuer zur Unterstützung der Darre zum Einsatz. Hitze und Rauch durchströmten das auf der Darre liegende Grünmalz, entzogen ihm so die Feuchtigkeit und machten es gleichzeitig haltbar. Während der Industrialisierung wurden neue Techniken entwickelt, die den Einsatz spezieller Heizungen auf der Basis fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl erlaubten. Da diese Verfahren kostengünstiger und einfacher in der Handhabung waren, verdrängten sie nach und nach die alten Rauchdarren.

Während andere Brauereien nach Erfindung des rauchfreien Malzes auf nicht-rauchige Biere umstellten, wurde die alte Tradition in Bamberg von den Brauereien Spezial und Schlenkerla bis in die Gegenwart durchgehend bewahrt. Deswegen spricht man vom „Bamberger Rauchbier“. Der Geschmack von Rauchbier ist gewöhnungsbedürftig, und nach einem alten Sprichwort schmeckt erst das dritte Seidla so richtig, vor allem beim Schlenkerla, das geschmacklich stark an Geselchtes erinnert. Schlenkerla und Spezial betreiben jeweils eigene Mälzereien und stellen ihr Rauchmalz für den Eigengebrauch noch heute selbst her.

Seit einiger Zeit können Brauereien Rauchmalz aber auch aus Handelsmälzereien beziehen. Daher hat Rauchbier in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance erfahren, vor allem in den USA. Auch in Europa stellen einige Brauereien wieder Biere „mit einem Hauch von Rauch“ her.

 

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Grutbier (Kräuterbier)

Grut (auch Gruit) ist eine in ihrer Zusammensetzung variable Kräutermischung, die zum Würzen von Bier eingesetzt wird. Klassisch mit Grut gebraute Biere werden auch als Grutbiere bezeichnet und waren über Jahrhunderte vor allem entlang der Nordseeküste weit verbreitet, zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert wurden sie zunehmend von Hopfenbier verdrängt.

Die jeweilige Zusammensetzung des Grut variiert. Die häufigsten Zutaten sind Porst (insbesondere Schweden und Baltikum) und Gagel (insbesondere Norddeutschland, Dänemark, Niederlande, Belgien, England). Aber auch Schafgarbe, Heidekraut, Beifuß, Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer, Mädesüß, Anis, Kümmel, Wacholder, Koriander, Fichtensprossen, Wermut und bisweilen Hopfen werden verwendet. Diese Zutaten verleihen den mit Grut gebrauten Bieren ein fruchtig-würziges Aroma.

 Ähnlich der auch heute noch bekannten Berliner Weiße waren die Grutbiere im Mittelalter aufgrund einer Milchsäuregärung säuerlich.  Zum Teil wurden auch Kräuter wie Eschenblätter, die Bitterstoffe mit antibakterieller Wirkung enthalten, in Grutbieren verwendet, um die Haltbarkeit zu verbessern.

 

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Malzbier

ist ein obergäriges Vollbier mit einer durchschnittlichen Stammwürze von 11,7 %. Es hat eine dunkle, fast schwarze Farbe, die durch die Mischung von hellem und dunklem Gerstenmalz entsteht.

Beim Malzbier wird die Hefe, im Gegensatz zum normalen Brauverfahren, bei ungefähr 0 °C zugegeben. Dadurch kommt es zu keiner alkoholischen Gärung, es entsteht praktisch kein Alkohol. Daher dürfen Malzbiere als „alkoholfrei“ (< 0,5 % Vol.) auf den Markt gebracht werden. Außerdem werden noch Kohlensäure und Zucker.

 

Es gibt allerdings auch einige wenige Malzbiere ohne Zuckerzusatz.

 

(Enthält Auszüge aus WIKI)


Bock

Bockbiere gehören zu den Starkbieren. Es sind ober- oder untergärige Biere, deren Stammwürzegehalt über 16 Grad Plato liegt und der Alkoholgehalt bei 6,5 % Vol. (und darüber). 

Das Starkbier wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Die Maische ist dickflüssiger, da weniger Wasser hinzugegeben wird. 

Bockbier ist meist ein dunkles, süßes und weniger gehopftes Starkbier. Bevorzugt werden Bitterhopfen eingesetzt. Die hellen Vertreter werden als heller Bock oder als Maibock gehandelt. Außerdem gibt es auch hellen und dunklen Weizenbock.

 

Bedingt durch das besondere, oft dunkle Malz ist Bockbier voll im Geschmack und bringt die vom Malz gelieferten Röstaromen mit. Oft wird die Karamelsüße und der hohe Alkoholgehalt durch das Bittere des eingebrauten Hopfens hervorgehoben. Entsprechend der Schwere des Bieres und einer (gegenüber Vollbieren) oft geringeren Menge an Kohlensäure ist der Schaum cremig und vor allem bei dunklem Bock ebenfalls beige gefärbt.

 

 

(enthält Auszüge aus WIKI)


Doppelbock

ist ein Bockbier, das mit einem Stammwürzegehalt von über 18 Grad Plato eingebraut wird. Der Alkoholgehalt beträgt dabei zwischen 5 % Vol. und 12 % Vol. und liegt damit in den oberen Bereichen der angebotenen Sorten. 

Die heute genutzte Unterscheidung zwischen Bock und Doppelbock geht auf die ältere deutsche Gesetzgebung zurück. Sie gebot Wertbereiche für den Stammwürzegehalt einzuhalten, wobei Bockbiere Extrakt Gehalt von mehr als 16 % und Doppelbock mindestens 18 % Stammwürze haben. Auch wenn heute die Abhängigkeit der Rezeptur von den lokalen Bedingungen (beispielsweise im Brauwasser) geringer und die Breite der Sorten größer wurde, haben sich die Bezeichnungen etabliert und sind noch gebräuchlich.

 

 

(enthält Auszüge aus WIKI)